Das vergessene Schloss: Architektur und Wirtschaftskraft im fränkischen Raum des 18. Jahrhunderts
Im 18. Jahrhundert erlebte Franken eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit, in der Architektur ein zentrales Ausdrucksmittel gesellschaftlicher und unternehmerischer Entwicklungen war. Der Vortrag beleuchtet diese Epoche anhand zweier herausragender Gebäude: dem von Balthasar Neumann errichteten Wiesen-Palais in Zell am Main und dem Franck-Haus in Marktheidenfeld.
Das Wiesen-Palais, 1744 für den Weinhändler Andreas Wiesen erbaut, steht exemplarisch für die wirtschaftliche Bedeutung des fränkischen Weinhandels im 18. Jahrhundert. Architektur, Lage, Nutzung und die familiären Verflechtungen der Eigentümer spiegeln den Aufstieg einer neuen Unternehmerklasse wider, die mit großem Selbstbewusstsein bauliche Zeichen setzte.
Auch das Franck-Haus, in dessen barockem Festsaal der Vortrag stattfindet, ist ein bedeutendes Beispiel dieser Entwicklung. Als ehemaliges Handelshaus besitzt es nicht nur stadtgeschichtliche Relevanz, sondern wird im Vortrag auch architektonisch in den historischen Kontext eingeordnet.
Im Mittelpunkt stehen die architektonischen Konzepte, wirtschaftlichen Hintergründe und gesellschaftlichen Verbindungen, die zum Bau solcher Gebäude führten. Die Veranstaltung zeigt, wie regionale Baugeschichte in größere wirtschaftliche und kulturelle Zusammenhänge eingebettet ist und wie diese Bauten bis heute das Stadtbild und die Erinnerungskultur prägen.
Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Geschichte, Architektur, Regionalentwicklung oder den fränkischen Weinhandel interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der barocke Festsaal des Franck-Hauses ist barrierefrei zugänglich.
| Kursnr. | 252-1104 |
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| Termin | Mi., 25.02.2026, 18:00 Uhr - 19:30 Uhr |
| Kursort |
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| Dozent |